SARS-CoV2 / COVID-19 / Corona

Die Sachlage zur COVID-19 insbesondere zum Thema Impfungen ist sehr dynamisch. Wir versuchen uns und alle Informationen hier auf aktuellem Stand zu halten, bitten aber um Verständnis, dass wir für die folgenden Angaben keine Gewähr übernehmen können.

Mit dem Senatsbeschluss vom 29.03. besteht ab dem 31.03.2020 in medizinischen Einrichtungen wie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften die Pflicht eine FFP2-Maske ohne Ventil zu tragen!

Alle ungeimpften Patienten bitten wir um einen tagesaktuellen negativen (Selbst-)Schnelltest für die Durchführung der Sprechstunde!

Zu unseren Patienten gehören Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Ebenso Menschen mit schwerer Immundefizienz, bei denen unter Umständen auch nach zusätzlichen Impfstoffdosen kein ausreichender Immunschutz aufgebaut wird. Für diese Personengruppen sowie für uns selbst ist die weitere Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln mit gesetzlich vorgeschriebener Nutzung von FFP2-Masken in den Praxisräumen besonders wichtig.

Impfung in der Praxis

Wir tun alles was in unserer Macht steht und mit allen Kräften, um dem Impfwunsch all unserer Patienten so schnell wie möglich gerecht zu werden. Wir sind aber KEIN Impfzentrum und können nur in begrenztem Rahmen Impfungen in der Praxis vornehmen, ohne unsere Funktion als Hausarztpraxis aufzugeben und notwendige Sicherheitsvorkehrungen völlig zu vernachlässigen. Haben Sie daher bitte auch Verständnis für uns! Wir müssen weiterhin Erst-, Abschluss– und Auffrisch-Impfungen neben den aktuell notwendigen Grippeschutz-Impfungen organisieren, planen und umsetzen. Die Impfungen müssen von uns neben dem normalen Praxisablauf durchgeführt werden, so dass wir um Verständnis bitten, keine ausführlichen Aufklärungsgespräche zum Impftermin durchführen zu können. Diesbezügliche Fragen bitten wir im Vorfeld zu klären.

Wir impfen gemäß der geltenden CoronaImpf-Verordnung sowie Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommision). Bitte bedenken Sie, dass der Impfstoff der Praxis nicht in individuell anwendbaren Einzeldosen geliefert wird, sondern in der Praxis zur Impfung vorbereitet werden muss. Dies führt zu zwingenden Auflagen des Impfablaufes, da wir den verarbeiteten Impfstoff nicht unbegrenzt lange lagern können!

Wir führen keine Warteliste mehr, da sich – wie im Frühjahr – ein erheblicher Anteil an Wartenden nach einer externen Impfung nicht von unserer Liste wieder streichen läßt. Dies bedeutet für uns eine Vermehrfachung des organisatorischen Aufwandes, was wir nicht mehr erbringen können und wollen! Sollten Sie einen vereinbarten Impftermin nicht wahrnehmen können, informieren Sie uns bitte unverzüglich, damit wir eine Chance haben für Ersatz zu sorgen und keinen Impfstoff verwerfen müssen.

Entsprechend der aktuellen Empfehlung wird aktuell mit den Impfstoff „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer und „Spikevax“ von Moderna geimpft.

Wir haben anhaltend keinen vollständig Einfluss auf die Lieferungsmengen und Impfstoff-Hersteller. Wir können daher nur verimpfen, was wir bekommen. Wer nicht unserem Impf-Angebot und Impf-Procedere folgen möchte, den bitten wir sich anderweitig einen Impftermin zu vereinbaren. Unser Vorgehen ist zur Gewährleistung des weiteren Praxisalltags sowie der Sicherheit unverhandelbar!

Zum Impftermin müssen Sie symptomfrei sein und einen ausgefüllten Aufklärungsbogen vorlegen. Dieser kann als digitaler Fragebogen online ausgefüllt werden oder steht zum Download & Selbstausdruck zur Verfügung.

Kontraindikationen zur Impfung

Es gibt nur sehr wenige Gründe (Kontraindikationen), warum eine Person sich dauerhaft oder vorübergehend nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann. Nach Einschätzung des RKI können nur sehr wenige Personen (Einzelfälle) aufgrund von Allergien gegen Bestandteile der COVID-19-Impfstoffe nicht geimpft werden. In der Regel können Personen, die mit einem der Impfstofftypen (mRNA vs. Vektor-basiert) nicht impfbar sind, mit dem jeweils anderen geimpft werden.

Unsere Kontraindikationen sind:

  • febrile Temperaturen (> 38,5°C)
  • hochdosierte Antibiotika-Einnahme oder immunsuppressive Therapie (z.B. Cortison, MTX, Chemotherapie)

Falsche Kontraindikationen sind u.a.:

  • banale Infekte, auch wenn sie mit subfebrilen Temperaturen (≤ 38,5 °C) einhergehen
  • Krebserkrankungen, rheumatologische Erkrankungen
  • Allergien (die nicht spezifisch gegen Bestandteile der Impfung bestehen)
  • Behandlung mit Antibiotika oder Kortikosteroiden oder lokal angewendeten steroidhaltigen Präparaten
  • Blutungsneigung/ Einnahme von Gerinnungsmedikamenten
  • Vorbestehende neurologische Erkrankungen wie bspw. Multiple Sklerose
  • Chronische Erkrankungen wie Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen oder Nierenerkrankungen

Bei einem positiven Schnelltest kommen Sie bitte nicht unangekündigt in die Praxis sondern wenden sich per Telefon/Email an uns oder direkt an eine COVID-Praxis in Ihrer Nähe!

Wer wird wann womit geimpft?

Empfehlungen zur Grundimmunisation (1. und 2. Dosis):
    • Kinder unter 5 Jahren: aktuell kein zugelassener Impfstoff und keine Impfempfehlung
    • Kinder 5 bis 11 Jahre: eingeschränkte Empfehlung, reduzierte Dosis (0,1ml – 10µg) „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer; Impfabstand 3 bis 6 Wochen
    • Jugendliche 12 bis 18 Jahre: normale Dosis (0,3ml – 30µg) „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer oder „Spikevax“ von Moderna; Impfabstand 3 bis 6 Wochen
    • Erwachsene ab 19 Jahre: „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer oder „Spikevax“ von Moderna; Impfabstand 3 bis 6 Wochen
    • SonderfallVaccine Janssen“ von Johnson&Johnson: eine zusätzliche Impfstoffdosis eines mRNA-Impfstoffs ab 4 Wochen nach der Janssen-Impfung
Auffrischimpfung/Boosterung:

Es wird unterschieden in den Anspruch auf eine Auffrischung/Boosterung und die Empfehlung dazu durch die STIKO, die COVID-Historie in Bezug auf eine stattgehabte Erkrankung sowie das Alter der zu impfenden Person. Generell wird bei einem Alter unter 30 Jahren und bei Schwangeren (ab dem 2. Trimenon) der Impfstoff „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer genutzt. Für Erwachsene über 30 Jahren sind die Impfstoffe „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer und „Spikevax“ von Moderna zugelassen.

Impfabstände
  1. nie erkrankt: Boosterung 5 bis 6 Monate nach letzter Impfung.
  2. Erkrankung (positive PCR) ohne COVID-19 Impfung:  einmalige Auffrischung 6 Monate (frühestens 4 Wochen) nach Ende der COVID-19-Symptome bzw. Diagnose. Boosterung 6 Monate nach Impfung.
  3. Erkrankung (positive PCR) nach COVID-19 Impfung (unabhängig von Anzahl der Impfdosen):  Auffrischimpfung 6  Monate nach Ende der COVID-19-Symptome bzw. Diagnose.

Impfstoffe und Wirkungsweisen

mR­NA-Impfstoff: Bi­oN­Tech, Mo­der­na, Curevac
Vektor-Impfstoff: Astra­Zene­ca, Johnson & Johnson, Sputnik V, CanSino Biologics
Totimpfstoff: Novavax, Sinopharm, Sinova

Impfstoffe mit Vektorviren nutzen harmlose Viren als Träger genetischer Informationen eigentlichen Virus. In das Erbgut dieser Vektorviren (Überträgerviren) werden Informationen über bestimmte Proteine eingebaut. Ziel ist es, das Immunsystem dazu zu bringen, Antikörper gegen diese Protein zu bilden und andere Abwehrreaktionen hervorzurufen. Bei Kontakt mit dem eigentlichen Virus ist der Körper dann vorbereitet und kann die Infektion besser eindämmen.

Impfstoffe aus Boten-RNA (mRNA) hier handelt es sich um ein neues Konzept. Es werden keine geschwächten Virus oder einzelne Teile eines Virus zur Impfung verwendet. Stattdessen besteht der Impfstoff lediglich aus einer genetischen Information in Form der Boten-RNA bzw. mRNA. Auf den RNA-Molekülen befinden sich Baupläne für Proteine, die der Körper des Geimpften selbst herstellen soll.

Totimpfstoffe auf Basis von Vireneinweiß sind klassische Impfstoffe (wie Tetanus oder Grippeimpfstoffe), die auf inaktivierten Erregern basieren.

Proteinbasierte Totimpfstoffe sollen ebenfalls eine gute Schutzwirkung. Die Beantragung auf Zulassung sind bei der europäischen Zulassungsstelle (EMA) überwiegend eingereicht. Zulassungen stehen aber noch aus, weshalb eine Verfügbarkeit in Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher abzuschätzen ist.

Impfstoffsicherheit & Infektionsrisiko

Daten aus Zulassungsstudien wie auch aus Untersuchungen im Rahmen der breiten Anwendung belegen, dass die in Deutschland zur Anwendung kommenden COVID-19-Impfstoffe SARS-CoV-2-Infektionen in einem erheblichen Maße verhindern. Diese Impfstoffe haben eine vollständige Zulassung und sind in ihrer Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität in Bezug auf Grundimmunisation und Boosterung äquivalent.

Warum ein zunehmend hoher Anteil Geimpfter unter den COVID-19-Patienten/innen im Krankenhaus nicht bedeutet, dass die Impfung nicht wirkt. Warum ist das so ist wird vom RKI hier kurz & prägnant erklärt.

Es kursieren bekanntlich diverse Meinungen zur Effizienz und Notwendigkeit der Corona-Schutzimpfungen. Wir möchten gerne auf das Informationsschreiben zu Corona-Impfmythen verweisen. In diesem zusammenhang möchten wir betonen, dass wir im Dienste  unseres solidarischen Gesundheitswesen arbeiten und zu dessen Position zur Impfung zu 100% teilen. Von Menschen, die – aus welchen Beweggründen auch immer – diese Position nicht teilen, fordern wir die für sich eingeforderte Meinungsfreiheit ebenfalls für uns ein. Diskussionen über die Existenz und kategorische Notwendigkeit der Impfung sowie ergriffene Sicherheitsmaßnahmen der Praxis werden in der Sprechstunde nicht geführt! Sollten dies nicht akzeptabel sein, verweisen wir auf die freie Arztwahl in unserem Gesundheitswesen und wünschen Ihnen alles Gute!