SARS-CoV2 / COVID-19 / Corona

Die Sachlage zur COVID-19 insbesondere zum Thema Impfungen ist sehr dynamisch. Wir versuchen uns und alle Informationen hier auf aktuellem Stand zu halten, bitten aber um Verständnis, dass wir für die folgenden Angaben keine Gewähr übernehmen können.

Mit dem Senatsbeschluss vom 29.03. besteht ab dem 31.03.2021 in medizinischen Einrichtungen wie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften die Pflicht eine FFP2-Maske zu tragen!

Impfung in der Praxis

Wir können ab sofort in begrenztem Rahmen Impfungen in der Praxis vornehmen. Derzeit steht uns der Impfstoff „Comirnaty“ von BioNTech/Pfizer. Durch Auflage der KV-Berlin und des Senats dürfen wir zunächst nur Bestandspatienten der Praxis impfen!

Wir haben aktuell und in der nächsten Zukunft keinen Einfluss auf die verfügbare Mengen und Art bzw. Hersteller des Impfstoffes. Wir können daher nur verimpfen, was wir bekommen. Wer Einfluss auf Art und Hersteller nehmen möchte, bitten wir sich einen Termin in einem Impfzentrum seiner Wahl zu vereinbaren.

Interessenten für eine COVID-Impfung in der Praxis bitten wir dies per Email an impfung@medicalofficeberlin.de (Angaben: Name, Geburtsdatum, Telefonnummer, Interesse an kurzfristigem Nachrückterminen) mitzuteilen. Bitte verzichten Sie auf Anrufe zu diesem Thema, da wir bereits dem allgemeinem Ansturm im parallel laufendem Praxisbetrieb nicht gewachsen sind!

Wir werden uns mit unserer Terminvergabe am Stufenplan der Impfverordnung orientieren. Wir weisen darauf hin, dass nicht wahrgenommene Impftermine nicht verschoben werden können die Impfdosis wird dann an verfügbare Nachrücker verimpft!

Die Impfungen müssen von uns neben dem normalen Praxisablauf durchgeführt werden, so dass wir um Verständnis bitten, keine ausführlichen Aufklärungsgespräche zum Impftermin durchführen zu können. Diesbezügliche Fragen bitten wir im Vorfeld zu klären.

Zum Impftermin müssen Sie symptomfrei sein und einen ausgefüllten Aufklärungsbogen vorlegen. Diese können als digitaler Fragebogen ausgefüllt werden oder stehen zum Download und Selbstausdruck zur Verfügung.

Einladungsmanagement/Atteste

Erstellung und Versand von Impfcodes für die Terminvereinbarung erfolgt ausschließlich zentral durch die Senatsverwaltung auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung.

Gesetzlich Versicherte zwischen 65 und 70 Jahren, die in den § 3 Abs. 2 der Coronavirus-Impfverordnung fallen, benötigen kein ärztliches Attest für die Vereinbarung eines Impftermins, da sie über die KV Berlin Einladungsschreiben erhalten.

Alle über 60-jährigen, die noch keine Impfeinladungen aufgrund einer anderen Priorität bekommen haben, wird ein besonderes Team in der Hotline eingerichtet. Die Betroffenen können schon ab dem 1. April ausschließlich telefonisch an der Impfhotline 030/9028-2200 einen Termin erhalten. Dafür ist eine E-Mailadresse oder eine Handynummer erforderlich. Es steht für diese Impfungen nur das AstraZeneca-Vaccine zur Verfügung!

Ausnahme Privatpatient*innen:
Für die Einladung von Privatpatient*innen fehlt der KV Berlin die Datengrundlage. Die Versicherten benötigen deshalb ein ärztliches Attest, um den Impftermin über die Impfhotline zu vereinbaren.

Brandenburger
Über 65 jährige, die sich mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen möchten, müssen ein ärztliches Attest vorlegen; über 70 jährigen reicht die Vorlage des Personalausweises.
 

Für Fragen bei Problemen mit der Einladung können sich Bürger*innen an folgende Kontaktadressen wenden:

030 / 9028 2828 (täglich 8-20 Uhr)

Die Impf-Hotline zur Buchung eines Impftermins ist unter folgender Telefonnummer erreichbar:
030 / 9028 2200

Der AstraZeneca-Impfstoff „Vaxzevria“

Am Dienstag dem 30. März 2021 wurde auf Anraten des Paul-Ehrlich-Institut (PEI) wegen in zeitlichem Zusammenhang mit der Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffs – Vaxzevria (insgesamt ca. 2,8 Millionen Impfungen) in Deutschland beobachteten atypischen Thrombosen (insbesondere Sinusvenenthrombosen des Gehirns) bei 31 Personen unter 60 Jahren (davon 9 mit tödlichem Ausgang) aus Sicherheitsgründen für die Altersgruppe über .

Wissenschaftliche Arbeiten in diesem Bereich sind sehr selten. Demnach treten Sinusvenenthrombosen in Deutschland jedes Jahr bei 1-2 von 100.000 Personen auf und betreffen mehrheitlich Frauen. Insgesamt ist die Datenlage unsicher, da es sehr wahrscheinlich nicht wenige, klinisch unauffällige Fälle gibt, die nie als solche identifiziert werden.

Bei Thrombosen durch die Impfung handelt es sich also um eine extrem seltene Nebenwirkung. Die Vorteile durch eine Impfung gleichen bei weitem dieses Risiko aus, da Spätfolgen im neurologischen und Herz-Lungen-System nach COVID-19 Erkrankungen keine Seltenheit sind und damit nur vorsorglich durch eine Impfung verhindert werden können. Insofern ist die Impfung mit dem AstraZeneca-Vacczine in Deutschland, nach Überprüfungen der gemeldeten Fälle und Daten durch das Paul-Ehrlich-Insitut (PEI, Bundesministerium  für Gesundheit) nicht wieder vollständig ausgesetzt oder verboten worden.

Generell gilt, dass grippeähnliche Symptome wie Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen, die über 1–2 Tage nach erfolgter Impfung anhalten, eine häufige Nebenwirkung (Immunreaktion) darstellen und kein Anlass zur Besorgnis sind. Bei Nebenwirkungen, die über 3 Tage nach erfolgter Impfung anhalten oder neu auftreten (z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Luftnot, Schmerzen in Armen oder Beinen), sollte eine weitere ärztliche Diagnostik zur Abklärung einer Thrombose erfolgen.

Hinsichtlich der zweiten Impfstoffdosis für jüngere Personen (<60 Jahren), die bereits eine erste Dosis der Vaccine Vaxzevria (AstraZeneca) erhalten haben, gibt es noch keine wissenschaftliche Evidenz zur Sicherheit und Wirksamkeit einer gemischten Impfserie. Bis entsprechende Daten vorliegen empfiehlt die STIKO für Personen <60 Jahre anstelle der zweiten Vaxzevria-Impfdosis von AstraZeneca eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen. Weiterhin empfiehlt die STIKO eine Studie, die immunologische Effekte nach dem heterologen Impfschema untersucht.

Clearingstelle

Die Impf-Clearingstelle ist für besondere Härtefälle geschaffen. Nach individueller ärztlicher Beurteilung wird entschieden, ob Umstände des Einzelfalles eine vorranginge Impfung der antragstellenden Person ermöglichen. Hierbei geht es um nicht ausdrücklich in der Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit erfasste Vorerkrankungen und Krankheitsbilder, die eine Einzelfallentscheidung rechtfertigen.

Die Clearingstelle ist per E-Mail erreichbar unter

Schnelltests

Laut Senatsgesundheitsverwaltung (07.03.2021) sind symptomfreie Berliner/innen zum persönlichen Schutz und zum Schutz des eigenen Umfeldes aufgefordert, sich einmal pro Woche mit einem Schnelltest (PoC) testen zu lassen. Sie erhalten dafür eine Testbescheinigung und die Tests sollen kostenlos sein.

Wir bieten diese kostenlosen Tests NICHT an!

Einen Überblick über die vom Senat eingerichteten Schnelltest-Teststellen (Öffnungszeiten: 9-17 Uhr) finden Sie hier:

Charlottenburg-Wilmersdorf: Zillestraße. 10, 10585 Berlin
Friedrichshain-Kreuzberg: Prinzenstr. 23, 10969 Berlin
Lichtenberg: Rummelsburger Str. 13, 10315 Berlin
Marzahn-Hellersdorf: Janusz-Korczak Str. 17. 12627 Berlin
Neukölln: Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin
Pankow: Hauptstr. 29a, 12158 Berlin
Reinickendorf: Antonienstr. 51, 13403 Berlin
Spandau: Schönwalder Allee 26 13587 Berlin (Hintereingang Haus 2)
Steglitz-Zehlendorf: Kirchstr. 1-3, 14163 Berlin
Tempelhof-Schöneberg: Mariendorfer Damm 64, 12109 Berlin
Treptow-Köpenick: Spreestraße. 6, 12439 Berlin
Wedding: Müllerstraße 146, 13353 Berlin

Ergänzend zu den Berliner Testzentren solle ein breites Netzwerk von „Test-To-Go-Stationen“ eingerichtet werden.

Bei vorliegenden Symptomen wenden Sie sich bitte, an die Corona-Teststellen bzw. eine COVID-Praxis in Ihrer Nähe!

Impfstoffe und Wirkungsweisen

mR­NA-Impfstoff: Bi­oN­Tech, Mo­der­na, Curevac
Vektor-Impfstoff: Astra­Zene­ca, Johnson & Johnson, Sputnik V, CanSino Biologics
Totimpfstoff: Novavax, Sinopharm, Sinova

Impfstoffe mit Vektorviren nutzen harmlose Viren als Träger genetischer Informationen eigentlichen Virus. In das Erbgut dieser Vektorviren (Überträgerviren) werden Informationen über bestimmte Proteine eingebaut. Ziel ist es, das Immunsystem dazu zu bringen, Antikörper gegen diese Protein zu bilden und andere Abwehrreaktionen hervorzurufen. Bei Kontakt mit dem eigentlichen Virus ist der Körper dann vorbereitet und kann die Infektion besser eindämmen.

Impfstoffe aus Boten-RNA (mRNA) hier handelt es sich um ein neues Konzept. Es werden keine geschwächten Virus oder einzelne Teile eines Virus zur Impfung verwendet. Stattdessen besteht der Impfstoff lediglich aus einer genetischen Information in Form der Boten-RNA bzw. mRNA. Auf den RNA-Molekülen befinden sich Baupläne für Proteine, die der Körper des Geimpften selbst herstellen soll.

Impfstoffe aus Vireneinweiß sind klassische Impfstoffe (wie Tetanus oder Grippeimpfstoffe), die auf inaktivierten Erregern basieren.

Alle 4 in Deutschland zugelassenen Impfstoffe (Bi­oN­Tech, Mo­der­na, Astra­Zene­ca, Johnson&Johnson) zeigen eine sehr gute Schutzwirkung gegen schwere Erkrankungen. Trotz geringer Unterschiede zwischen den Impfstoffen gibt es nach Ansicht der Impfexperten keinen Grund, wählerisch zu sein. So lange nicht genügend Impfstoffe für alle zur Verfügung stehen, ist der erste Impfstoff immer der beste.

Wie lange kann ein möglicher Impfstoff schützen?
Ergebnisse mehrerer Teams zeigen, dass die Zahl der neutralisierenden Antikörper nach einigen Monaten deutlich sinkt. Vor allem Infizierte ohne oder mit nur geringen Krankheitssymptomen besitzen dann kaum noch schützende Antikörper. Wie gut die Immunität nach Monaten oder Jahren noch ist, dazu gibt es derzeit keine verlässlichen Informationen. Das Virus ist noch zu neu, um das beurteilen zu können.

Können Geimpfte andere anstecken?
Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die Impfstoffe nicht nur vor Infektion und schweren Verläufen der Erkrankung schützen, sondern auch das Geimpfte das Virus viel seltener weitergegeben.

Menschen nach SARS-CoV2-Infektion sollen nach aktuellem Stand frühestens 6 Monate nach der Diagnose eine einzige Impfung erhalten.